Daten und Methoden
Wetter Wittelsbacher Land ist ein kostenloses, werbefreies und nicht kommerzielles Angebot der gemeinnützigen KreativWerkstatt Ried e. V. für den Landkreis Aichach-Friedberg. Diese Seite erklärt, woher die Daten stammen, was davon gemessen, amtlich oder selbst berechnet ist und wo die Grenzen liegen. Die Plattform befindet sich in der Beta-Phase.
Welche Region wir abdecken
Die Plattform deckt das Wittelsbacher Land ab, den Landkreis Aichach-Friedberg in Bayern, mit Ried bei Mering als Heimatort. Für rund 25 Gemeinden und Ortsteile der Region lässt sich das Wetter einstellen; zusätzlich gibt es eine Ortssuche.
Woher die Wetterdaten kommen
- Deutscher Wetterdienst (DWD): Regenradar mit Vorhersage für die nächsten zwei Stunden, amtliche Warnungen, Satellitenbilder und Stationsmessungen. Quelle: Deutscher Wetterdienst.
- Open-Meteo: Wettervorhersagen auf Grundlage des ICON-Modells des DWD (für die späteren Tage ergänzt durch das Modell des ECMWF) sowie Bodenfeuchte, UV-Index, Luftqualität und Pollen. Es handelt sich um Modellrechnungen, nicht um Messungen am Ort.
- Luftqualität und Pollen stammen aus den europäischen Vorhersagen des Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienstes (CAMS), bereitgestellt über Open-Meteo.
- Historische Auswertungen im Wetterlabor beruhen auf der Reanalyse ERA5 des Copernicus-Klimawandeldienstes (ab 1985). Reanalysen sind modellierte Rekonstruktionen und keine Stationsmessungen.
Woher die Pegeldaten kommen
- Wasserstände der Paar (Messstellen Mering, Dasing, Aichach – Blauer Steg und Mühlried) und der Ecknach (Blumenthal) stammen vom Gewässerkundlichen Dienst Bayern des Bayerischen Landesamts für Umwelt (CC BY 4.0). Es sind ungeprüfte Rohdaten.
- Ablauf und Beckenpegel der Hochwasserrückhaltebecken Putzmühle und Merching stammen vom Hochwassernachrichtendienst Bayern. Auch das sind ungeprüfte Rohdaten; die Einbindung ist sparsam, abschaltbar, und die Erlaubnis zur Weiterverwendung wurde beim Landesamt angefragt.
- Amtliche Meldestufen zeigen wir nur dort, wo der Hochwassernachrichtendienst sie für die Messstelle festgelegt hat. Eigene Warnschwellen gibt es nicht.
Was ist gemessen, amtlich, Modell oder Szenario?
- Gemessen: Pegelstände und Stationswerte sind Messwerte der genannten Stellen, mit Messzeit und ohne eigene Korrektur.
- Amtlich: Warnungen des Deutschen Wetterdienstes und die Hochwasserinformationen des Hochwassernachrichtendienstes und der Hochwasserzentralen. Nur diese sind verbindlich.
- Eigene Modellprognose: Die Pegelprognose mit Regression und Boosting ist eine experimentelle Rechnung der KreativWerkstatt Ried. Sie ist keine amtliche Vorhersage und keine Hochwasserwarnung.
- Szenario: Der Szenario-Rechner zeigt hypothetische „Was wäre wenn“-Fälle (zum Beispiel mehr Abgabe der Rückhaltebecken oder zusätzlicher Regen). Szenarien sind keine Vorhersage dessen, was passieren wird.
Wie die experimentelle Pegelprognose funktioniert
Zwei Verfahren schätzen die Änderung des Pegels für die nächsten Stunden: eine lineare Ridge-Regression und ein Gradient-Boosting aus 80 Entscheidungsbäumen. Eingänge sind der Niederschlag im Einzugsgebiet der Paar (gemittelt über vier Punkte), der aktuelle Pegel samt Veränderung, die Pegel flussaufwärts und die Jahreszeit. Trainiert wurde mit Pegeldaten von Januar 2021 bis Oktober 2026 und dem ERA5-Niederschlag, angewendet wird die Niederschlagsvorhersage des ICON-Modells.
Getestet wurde zeitlich getrennt mit Daten ab 2025 und verglichen mit der einfachen Annahme „Pegel bleibt gleich“. Das Boosting war an allen fünf Messstellen besser als diese Annahme (mittlerer Fehler 4 bis 31 Prozent kleiner), die Regression nur bei Mühlried und teilweise bei Aichach; dort, wo ein Verfahren nicht besser war, zeigt die Seite stattdessen die Referenzlinie und keine Modellkurve. Die absoluten Fehler waren klein, weil 2025 und 2026 überwiegend ruhig waren; große Hochwasser fehlen in den Testdaten.
Nicht berücksichtigt sind Schneeschmelze, Wehre und der Betrieb der Becken, sehr lokaler Starkregen und seltene Extremereignisse. Jede Prognose wird mit einem Unsicherheitsbereich aus tatsächlichen Testfehlern gezeigt.
Was die Plattform nicht leistet
Wetter Wittelsbacher Land ersetzt keine amtlichen Warnungen, keine Hochwasservorhersage und keine Beratung. Prognosen sind Wahrscheinlichkeitsaussagen. Verbindlich sind ausschließlich die amtlichen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes sowie die Informationen des Hochwassernachrichtendienstes Bayern und der Hochwasserzentralen.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der aktuelle Pegel der Paar?
Der aktuelle Pegelstand steht live auf der Seite „Gewässer & Pegel“ und ändert sich laufend. Dort sind die Messstellen Mering, Dasing, Aichach – Blauer Steg und Mühlried mit Wert, Trend, Verlauf und Messzeit zu sehen. Auf dieser Seite nennen wir bewusst keine Zahl, damit keine veralteten Werte als aktuell erscheinen.
Wo finde ich die Pegelstände im Wittelsbacher Land?
Auf der Seite „Gewässer & Pegel“ unter /pegel: Paar (Mering, Dasing, Aichach – Blauer Steg, Mühlried), Ecknach (Blumenthal) sowie Ablauf und Beckenpegel der Rückhaltebecken Putzmühle und Merching. Amtliche Meldungen gibt es beim Hochwassernachrichtendienst Bayern.
Wie funktioniert die Hochwasserprognose?
Es gibt keine Hochwasserwarnung von uns. Die Seite zeigt eine experimentelle Pegelprognose, die mit Regression und Boosting aus Regen, aktuellem Pegel und Pegeln flussaufwärts die Änderung des Wasserstands schätzt. Sie wurde gegen die Annahme „Pegel bleibt gleich“ getestet und ist keine amtliche Vorhersage.
Welche Wetterinformationen gibt es für Aichach-Friedberg?
Aktuelles Wetter, Stundenprognose für 48 Stunden, Ausblick auf 15 Tage, Regenradar für die nächsten zwei Stunden, amtliche Warnungen des Deutschen Wetterdienstes, Luftqualität, Pollen und UV-Index, Satelliten- und Radarkarte, Agrarwetter, Gartenwetter, Sternenhimmel und das historische Wetterlabor.
Wie werden Wettermodelle verglichen?
Die Plattform archiviert Prognosen mehrerer Modelle und kann sie später mit den Messungen der Stationen vergleichen (Prognose-Check). Eine Rangfolge erscheint erst, wenn dafür genug Tage vorliegen. Bis dahin machen wir keine Aussage, welches Modell besser ist.
Wer betreibt die Plattform, und was kostet sie?
Betreiber ist die gemeinnützige KreativWerkstatt Ried e. V. Die Nutzung ist kostenlos, ohne Werbung und ohne Anmeldung. Die Plattform befindet sich in der Beta-Phase; Feedback ist willkommen.
Beta: Wir stehen noch am Anfang und freuen uns über die frühe Nutzung und über Feedback mit Daumen hoch oder runter in den Kacheln. Ein Projekt der gemeinnützigen KreativWerkstatt Ried e. V., kostenlos und nicht kommerziell. Prognosen sind Wahrscheinlichkeitsaussagen; verbindlich sind ausschließlich die amtlichen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes.